Rechtliche Anforderungen an barrierefreie Schulungen in Deutschland
Zentral ist das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Es verpflichtet öffentliche Stellen des Bundes, ihre digitalen Angebote barrierefrei zu gestalten. Dazu zählen auch digitale Schulungen und Weiterbildungsangebote, wenn sie von Behörden bereitgestellt oder beauftragt werden.
Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0) konkretisiert diese Anforderungen und orientiert sich an den international anerkannten WCAG-Standards.
BGG und BITV 2.0 gelten unmittelbar für Bundesbehörden. Sie setzen jedoch Standards, die auch für Unternehmen relevant sein können, etwa bei öffentlichen Ausschreibungen, Auftragsvergaben oder der Nutzung externer Lernplattformen.
Für private Unternehmen wird Barrierefreiheit durch das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) relevant. Das Gesetz setzt den European Accessibility Act um und gilt ab Juni 2025 für bestimmte digitale Produkte und Dienstleistungen. Digitale Schulungs- und Lernangebote können darunter fallen, wenn sie extern bereitgestellt oder kommerziell genutzt werden.
Unabhängig davon greift das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Es verbietet Benachteiligung wegen einer Behinderung im Arbeitskontext. Schulungen, die für einzelne Mitarbeiter faktisch nicht nutzbar sind, können als mittelbare Diskriminierung gewertet werden.
Was bei der Erstellung inklusiver Trainingsinhalte zu beachten ist
Inklusive Trainingsinhalte entstehen nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch eine konsistente Gestaltung. Sprache, Technik, Formate und Beispiele sollten so aufeinander abgestimmt sein, dass Inhalte für möglichst viele Teilnehmer verständlich und nutzbar sind. Ziel ist nicht Vereinfachung um jeden Preis, sondern Zugänglichkeit und Wirksamkeit.
1. Klare und verständliche Sprache verwenden
Trainingsinhalte sollten eindeutig formuliert und logisch aufgebaut sein. Lange Schachtelsätze, unnötiger Fachjargon und interne Abkürzungen erschweren das Verständnis. Begriffe sollten konsistent verwendet und Inhalte klar strukturiert werden. Verständliche Sprache reduziert Fehler, Rückfragen und Abbrüche.
2. Barrierefreiheit für Trainings und Schulungen technisch mitdenken
Technische Barrierefreiheit ist ein zentraler Bestandteil inklusiver Trainings. Je nach rechtlichem Rahmen sollten Inhalte mit Hilfsmitteln wie Screenreadern nutzbar sein, Videos sollten Untertitel enthalten und die Navigation logisch aufgebaut sein. Barrierefreiheit lässt sich am wirksamsten umsetzen, wenn sie von Beginn an in die technische Konzeption einbezogen wird.
3. Unterschiedliche Lernformate anbieten
Menschen lernen unterschiedlich. Inklusive Trainings kombinieren Texte, visuelle Elemente, Audio und interaktive Inhalte. Wichtig ist, dass kein einzelnes Format zwingend erforderlich ist. Inklusive Trainings sind so gestaltet, dass Inhalte auch dann verständlich bleiben, wenn bestimmte Formate nicht genutzt werden können.
4. Stereotype vermeiden, Realität abbilden
Inklusive Inhalte verzichten auf Klischees und vereinfachende Darstellungen. Beispiele, Szenarien und Bilder sollten die tatsächliche Vielfalt der Arbeitswelt widerspiegeln, ohne belehrend zu wirken. Praxisnahe Darstellungen sind wirksamer als idealisierte oder moralisch aufgeladene Beispiele.
5. Feedback einplanen und Inhalte iterieren
Inklusion ist kein einmaliger Zustand. Regelmäßige Überprüfung hilft, Trainingsinhalte aktuell und verständlich zu halten. Rückmeldungen von Teilnehmern zeigen, wo Inhalte unklar oder unzugänglich sind. Was nicht verstanden wird, erfüllt seinen Zweck nicht, unabhängig von der ursprünglichen Intention.
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Sie bietet eine intuitive Benutzeroberfläche für Administratoren und Teilnehmer, was die Erstellung und Nutzung von Trainings erleichtert.
Mit Easy LMS können Inhalte wie Texte, Bilder, Videos, interaktive Elemente, Quizfragen oder Umfragen kombiniert werden. So lassen sich modulare Lernpfade gestalten, die unterschiedliche Lernstile bedienen und die aktive Teilnahme fördern.
Die Plattform ermöglicht es außerdem, Teilnehmergruppen zu organisieren und Inhalte spezifisch zuzuweisen.
Die Oberfläche ist in mehreren Sprachen verfügbar und für verschiedene Endgeräte ausgelegt, sodass Lernende die Inhalte flexibel nutzen können. Berichte und Auswertungen machen Fortschritte und Wissenslücken sichtbar und unterstützen Verantwortliche dabei, Trainings gezielt anzupassen.
Easy LMS kann die Bereitstellung und Pflege inklusiver Trainings unterstützen, indem es die Strukturierung, Aktualisierung und Auswertung von Lerninhalten vereinfacht.
Die Nutzung der Plattform entbindet Unternehmen jedoch nicht von der inhaltlichen und rechtlichen Verantwortung für Barrierefreiheit und Zugänglichkeit.
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