Welche Rollen und Werte hat eine gute Führungskraft?
Führungskräfte übernehmen mehrere Rollen gleichzeitig, die sich je nach Situation verändern.
Sie geben Orientierung, treffen Entscheidungen und sorgen dafür, dass Ziele klar sind.
Gleichzeitig entwickeln sie ihre Mitarbeiter weiter, geben Feedback und fördern Leistung. Ohne diese Rolle bleibt Führung rein operativ.
Ein weiterer zentraler Punkt ist Kommunikation. Führungskräfte müssen Erwartungen klar formulieren, Informationen weitergeben und zwischen Interessen vermitteln.
Zusätzlich sorgen sie für Struktur und Priorisierung im Alltag. Sie entscheiden, was wichtig ist und wie Ressourcen eingesetzt werden.
Gleichzeitig zeigt sich gute Führung in bestimmten Werten:
Verlässlichkeit: Zusagen einhalten und konsistent handeln
Vertrauen: Verantwortung abgeben statt alles kontrollieren
Lernbereitschaft: Feedback annehmen und sich weiterentwickeln
Am Ende prägt die Kombination aus klarer Rolle und gelebten Werten, wie effektiv Führung im Unternehmen wirklich ist.
Konzepte und Maßnahmen für Führungskräfteentwicklung
1. Klassische Konzepte der Führungskräfteentwicklung
Viele Unternehmen setzen auf Seminare oder Workshops, in denen Grundlagen vermittelt werden. Typische Inhalte sind Mitarbeitergespräche, Feedback oder Konfliktmanagement. Diese Formate sind einfach umzusetzen und lassen sich gut planen.
Das Problem ist die Nachhaltigkeit. Ein einmaliges Training führt selten zu langfristiger Verhaltensänderung.
2. Moderne Konzepte: Kontinuierliche Entwicklung im Alltag
Moderne Führungskräfteentwicklung setzt auf kontinuierliches Lernen statt einzelner Maßnahmen. Inhalte werden über einen längeren Zeitraum vermittelt und direkt im Arbeitsalltag angewendet. So entsteht echte Entwicklung statt kurzfristigem Wissen.
Typisch sind kurze Lernformate, regelmäßige Übungen und Feedback in realen Situationen. Führungskräfte arbeiten aktiv an ihren Fähigkeiten, statt nur Inhalte zu konsumieren. Dieser Ansatz ist deutlich wirksamer, weil er Verhalten nachhaltig verändert.
3. Typische Maßnahmen im Überblick
In der Praxis kombinieren Unternehmen mehrere Maßnahmen, um unterschiedliche Ziele zu erreichen. Trainings vermitteln Grundlagen, während Coaching auf individuelle Herausforderungen eingeht. Mentoring hilft, Erfahrungen weiterzugeben und schneller zu lernen. Workshops werden häufig genutzt, um konkrete Probleme im Team zu bearbeiten.
4. Coaching in der Führungskräfteentwicklung
Coaching wird vor allem dann eingesetzt, wenn Führungskräfte vor konkreten Herausforderungen stehen. Das kann der Umgang mit schwierigen Mitarbeitern sein oder der Einstieg in eine neue Führungsrolle. Der Fokus liegt auf individuellen Lösungen.
Der Vorteil von Coaching ist die hohe Wirksamkeit. Themen werden direkt bearbeitet und auf die Person zugeschnitten.
Gleichzeitig ist Coaching zeitintensiv und teuer, weshalb es sich nur begrenzt auf viele Führungskräfte gleichzeitig ausrollen lässt.
5. Training und Weiterbildung
Trainings sind die Grundlage vieler Entwicklungsprogramme. Hier lernen Führungskräfte wichtige Methoden wie Feedback geben, Ziele formulieren oder Prioritäten setzen. Diese Inhalte lassen sich gut strukturieren und standardisieren.
Der Vorteil liegt in der Skalierbarkeit. Viele Teilnehmer können gleichzeitig geschult werden. Allerdings reicht Wissen allein nicht aus.
6. Externe Beratung und strategische Entwicklung
Externe Beratung wird eingesetzt, wenn Unternehmen ihre Führung systematisch verbessern wollen. Häufig geht es um den Aufbau von Programmen oder ein einheitliches Führungsverständnis. Berater bringen dabei Struktur und externe Perspektiven ein.
Das ist besonders hilfreich bei größeren Veränderungen. Gleichzeitig ist Beratung meist zeitlich begrenzt und muss intern weitergeführt werden.
Beispiele: So sieht die Umsetzung in der Praxis aus
Ein typisches Setup ist ein verpflichtendes Onboarding-Programm für neue Führungskräfte über 8–12 Wochen. In dieser Zeit führen sie z. B. strukturierte 1:1-Gespräche mit jedem Teammitglied, bekommen dafür Leitfäden und erhalten Feedback von ihrem eigenen Vorgesetzten.
Parallel bearbeiten sie konkrete Aufgaben wie Zielvereinbarungen oder Priorisierung im Team.
Ein weiteres Setup ist ein monatliches Trainingsformat mit festen Themen:
Zwischen den Terminen müssen Führungskräfte das Gelernte direkt anwenden, etwa ein strukturiertes Feedbackgespräch führen und kurz dokumentieren.
Viele Unternehmen arbeiten außerdem mit klar definierten Führungsthemen pro Quartal. Ein Quartal steht z. B. komplett unter „Mitarbeiterentwicklung“. In dieser Zeit müssen alle Führungskräfte Entwicklungsgespräche führen und konkrete Maßnahmen festlegen.
Ergänzend wird häufig Coaching gezielt bei Problemen eingesetzt, nicht pauschal. Zum Beispiel, wenn eine Führungskraft Schwierigkeiten mit einem bestimmten Mitarbeiter hat oder ein Team dauerhaft unterperformt.
Der entscheidende Unterschied: Diese Maßnahmen sind verbindlich, wiederkehrend und an reale Aufgaben gekoppelt. Genau dadurch entsteht tatsächliche Veränderung – nicht durch einzelne Trainings ohne Nachverfolgung.
Führungskräfteentwicklung systematisch umsetzen mit EasyLMS
Mit einem Learning Management System wie EasyLMS lassen sich Inhalte zentral bereitstellen und in klare Lernpfade strukturieren. Führungskräfte durchlaufen definierte Module, etwa zu Feedback, Zielsetzung oder Mitarbeiterführung, und setzen das Gelernte direkt im Alltag um.
Fortschritte können dabei einfach verfolgt werden. Unternehmen sehen, welche Inhalte bearbeitet wurden und wo noch Bedarf besteht.
Der Vorteil: Führungskräfteentwicklung wird standardisiert, messbar und skalierbar – sowohl für Unternehmen als auch für Berater, Coaches und Trainer.
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Nützliche Ressourcen
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